15 Jahre Fukushima: NaturFreunde bleiben beim Nein zur Atomenergie

Auch heute ist es völlig unsinnig, eine Rückkehr zur Atomenergie zu fordern

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Am 11. März ist es 15 Jahre her, dass ein starkes Seebeben nordöstlich von Tokio einen gewaltigen Tsunami auslöste, der zu schweren Zerstörungen am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi führte. In den Blöcken 1 bis 3 kam es anschließend zu einem Super-GAU und große Mengen radioaktiven Materials gelangten in die Umwelt.

Die Atomkatastrophe von Fukushima zeigte: Selbst im Hochtechnologieland Japan war ein Reaktorunfall möglich. Die Aufräumarbeiten dauern nun schon 15 Jahren an, auch die geschmolzenen Reaktorkerne müssen weiterhin gekühlt werden. Und das wird noch eine lange Zeit so weitergehen.

RESOLUTION > Nein zur Atomenergie!
Mit einer eigenen Resolution hatte sich bereits der 32. NaturFreunde-Bundeskongress gegen die Nutzung der Atomenergie ausgesprochen. Darin sagen die NaturFreunde auch Nein zur Forderung nach einem Neueinstieg in die angeblich neuen Reak­torlinien, etwa mit Small Modular Reac­tors (SMR).

Anlässlich dieses Jahrestages bekräftigen die NaturFreunde Deutschlands nochmals ihr deutliches Nein zur Atomenergie. Die Sicher­heitsbedenken bestehen weiterhin, auch die Entsorgungsfrage ist immer noch ungelöst. Der Bau neuer Atomkraftwerke ist zudem ungleich teurer als klimaverträgliche Alternativen. Neue Atomkraftwerke leisten darüber hinaus keinen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende, weil sie ineffizient sind und ihre Errichtung zu kostspielig ist sowie viel zu lange dauert.

Es ist völlig unsinnig, heute eine Rückkehr zur Atomenergie zu fordern. Der Atomausstieg in Deutschland war nicht zuletzt ein Beitrag zur Befriedung unserer Gesellschaft, in der die Atomenergie seit Mitte der 1980er-Jahre mehrheitlich abgelehnt wird.

Zudem gibt die vom ehemaligen Bundesumweltminister Klaus Töpfer eingeleitete und danach von Bundesumweltministerin Angela Merkel durchgesetzte Änderung des Atomgesetzes vor, dass nur Atomkraftwerke genehmigungsfähig sind, bei denen die Folgen eines Gaus auf die Anlage beschränkt bliebe. Insofern wären für den Neubau von Atomkraftwerken in Deutschland neue, hochkomplexe, vor allem aber sehr teure und aufwendige Bauauslegungen notwendig. Wobei auch dann immer noch höchst unklar bliebe, ob diese die vom Atomgesetz geforderte Vorgabe überhaupt erfüllen könnten. Auch deshalb ist es richtig, den atomaren Irrweg zu beenden.

Wirksam für den Klimaschutz ist ausschließlich eine konsequente Umset­zung der Energiewende mit den drei Kernelementen Erhöhung der Energieeffizienz, gerechte Suffizienz sowie sozial- und naturverträglicher Ausbau der erneuerbaren Energien.